Der Lascaux Hartgrund ist ein gebrauchsfertiger Ätzresist zum Grundieren und Abdecken von Kupfer-, Zink- und Stahl-Druckplatten. Der Hartgrund ist äußerst säurefest und bestens geeignet für alle Radierwerkzeuge. Mit dem Pinsel appliziert, entsteht ein weicher, wachsartiger Auftrag. Hergestellt der Basis von Acrylcopolymer.
Lascaux Hartgrund, flüssig (Hard resist) – die Produkt-Eigenschaften im Überblick
- Erhältlich in verschiedenen Gebindegrößen.
- Wasserlöslich, gebrauchsfertig und ungiftig.
- Geeignet zur Anwendung auf Kupfer, Messing, Zink, Stahl und Aluminium.
- Platten müssen korrekt vorbereitet werden, ob sie neu oder bereits geätzt sind (z.B. Aquatinta oder offene Ätzung).
- Der Hartgrund ist extrem säurebeständig und haltbar.
- Kombinierbar mit den anderen Lascaux Gründen und mit photopolymeren Filmen wie z.B. Photec.
- Erweitert auch die gestalterischen Möglichkeiten bei den additiven Verfahren der Collagraphie.
Lascaux Hartgrund – Verarbeitung
Vorbereiten, Körnen und Entfetten der Platte: Die Plattenkanten werden mit einer Feile abgeschrägt und die Ecken gerundet. Die Kanten und Flächen sollten abgewischt oder gewaschen werden um Schmutz und Metallspäne zu entfernen. Beide Seiten der Platte werden dann fein gekörnt um den Gründen einen Halt zu geben (mit Ausnahme von Stahl, der ein natürliches Korn hat). Auf einer sauberen, nicht porösen Arbeitsunterlage wird mit einem Poliertampon Bimssteinpulver oder Carborundum Nr. 400 mit wenig Wasser in kreisförmigen Bewegungen auf die Oberfläche der Platte gerieben (statt Poliertampon: Haushaltschwamm mit nichtkratzendem Vlies verwenden). Dieses traditionelle Verfahren erzeugt eine sehr fein gekörnte Oberfläche, auf der die Gründe besser haften. Alternativ kann auch im Säurebad kurz angeätzt werden. Die feine Körnung ergibt im Druck einen hellen Plattenton, der aber mittels Polieren nach der Ätzung leicht zu vermeiden ist. Bevor der Grund aufgetragen wird, muss die Platte entfettet werden. Dafür kann ein Produkt für den Siebdruck (Siebentfetter), ein Produkt für das Gewerbe oder ein Haushaltreiniger, verwendet werden. Sollte sich das Wasser auf der Oberfläche noch immer zu Tropfen zusammenziehen, muss der Prozess wiederholt werden. Viele Haushaltreiniger sind stark alkalisch und Rückstände davon können die Säureresistenz der Gründe beeinträchtigen. Mit einer leicht sauren Lösung wie Zitronensaft mit Wasser oder Putzessig lassen sich diese Rückstände entfernen. Die Platte wird mit dieser Lösung für einige Minuten stehen gelassen, danach abgespült und getrocknet. Vorsicht Fingerabdrücke! Vor dem Auftrag der Gründe darf die Platte nicht mehr mit irgendwelchen Fetten in Kontakt kommen. Als erster wird der Rückseitengrund aufgetragen, auch auf die Kanten. Dann folgt der Hartgrund oder andere Gründe für die Zeichnungsseite.
Lascaux Hartgrund – Auftragen
Ziel ist es, eine möglichst gleichmäßige, dünne Schicht Hartgrund aufzutragen. Eine saubere Arbeitsfläche und gutes Licht sind Voraussetzung. Der Rückseitengrund ist appliziert und die Platte abgekühlt. Auf einer Unterlage, z.B. auf einem feuchten Schwamm wird die Platte so positioniert, dass ihre Ränder frei liegen. Aus dem zuvor kräftig geschüttelten Behälter (zur Verteilung der Wachspartikel) wird die benötigte Menge Hartgrund in eine saubere Schale oder auf eine Glaspalette gegossen. Die Wahl des Pinsels ist ausschlaggebend: gröbere Haare oder Borsten hinterlassen eine Struktur, die sich beim Eintrocknen nicht ausebnen kann. Ein guter, weicher Flachpinsel (Marderhaar oder entsprechend synthetisch) ist ideal; er soll für die Arbeit mit Gründen und Lacken reserviert bleiben. Da der Hartgrund schnell trocknet, darf das Einstreichen nicht länger als ein paar Minuten dauern. Eine geeignete Pinselgröße muss also gewählt werden um zügig arbeiten zu können. Vor dem Auftrag auf die Platte wird der zuvor gereinigte und entfettete Pinsel auf einem sauberen Papier zur Kontrolle abgestrichen. Der Grund wird in methodischen Pinselstrichen dünn und gleichmäßig aufgetragen. Die Streichbewegung wird über die Plattenränder hinaus geführt um Ansammlungen von Hartgrund entlang den Kanten zu vermeiden. Der Pinsel darf nicht zu stark gesättigt sein: überschüssige Flüssigkeit kann am Palettenrand abgestrichen werden. Um 90° gedreht werden kleine Platten noch einmal übergangen, ohne den Pinsel erneut zu füllen. Ist die Schicht dünn genug, ebnet sich der Grund selbständig aus. Um sich mit dem Auftragen der Gründe und Lacke vertraut zu machen, kann mit einer Reihe von kleinen Testplatten und verschiedenen Pinseltypen experimentiert werden.
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